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Zwei Wochen zwischen Bergen und Meer

Von Cedric Rytz

MasterREIS
Balkan 2026

Hast du dich schon immer gefragt, was die Masterstudis im REIS-Studiengang machen, wenn sie gerade nicht das G15 mit ihren Holzboxen für die IPA belagern?


​Nach zwei Jahren Masterstudium, unzähligen Gruppenarbeiten und Vorlesungen zu Cost-Benefit-Analysen in der Infrastrukturplanung, Fahrplanoptimierungen und der x-ten Identifizierung von urbanen Qualitäten hatten wir mit einer Gruppe von 20 Studierenden diesen Sommer endlich die Gelegenheit, unser planerisches Wissen in die Tat umzusetzen und eine erfolgreiche Balkanreise zu realisieren. Für einige war die Reise die Feier zum Abschluss ihrer Masterarbeit, für viele von uns nur eine Auszeit vom Studium, bis wir im Herbst wieder zurück an der Uni sind. Für uns alle ging es darum, auf die gemeinsame Studienzeit zurückzublicken und zu feiern, was wir bis dahin erreicht haben.

Die Hälfte von uns startete die Reise bereits am 12. Juli von Zürich Richtung Milano, um von dort mit dem Nachtzug nach Brindisi zu fahren. Zum Schreck aller Schweizer Verkehrsenthusiasten unter uns hatte unser Zug aber bereits in der Schweiz grössere Verspätung, und wir erreichten Milano nur noch knapp mithilfe einer spontanen Umbuchung. Gestärkt mit italienischem Zugfrühstück erreichten wir schliesslich Brindisi, wo wir den Tag am Meer verbrachten und auf die zweite Hälfte der REISegruppe warteten.

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Unsere Fähre fuhr pünktlich gegen Mitternacht los, und mit einem letzten Blick nach Italien schauten wir unserem nächsten Ziel entgegen: die Hafenstadt Vlorë in Albanien – bei Touristen vor allem für die grossen Sandstrände, aber seit diesem Jahr auch aufgrund der Nähe zur albanischen Insel Sazan bekannt, auf welcher Ivanka Trump im geschützten Ökosystem ein Luxusresort entwickeln will. Am nächsten Tag waren wir fast alle bereits vor dem Mittagessen in Badekleidung am Strand und konnten uns im Meer kurzzeitig vom europäischen Hitzesommer abkühlen. Trotz lauter Partymusik im Hintergrund genossen einige von uns eine Auszeit auf den Liegestühlen mit spannenden Büchern, während andere fast den gesamten Nachmittag mit Ballspielen im Meer verbrachten.​​

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Den nächsten Tag verbrachten wir getrennt in kleineren Gruppen mit Baden, Sightseeing, Lesen am Strand, Joggen durch die Stadt, Tanzen auf dem Bootsdeck der Aquamarine oder beim Erkunden alter Militärruinen auf der Insel Sazan. Mit einem kurzen Zwischenstopp in Berat, der Stadt der Tausend Fenster, erreichten wir am darauffolgenden Tag nach einer Fahrt in engen Taxis die Hauptstadt Albaniens, Tiranë.

Anders als Vlorë ist Tiranë eine Grossstadt mit zahlreichen Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten, umgeben von einem 55 ha grossen künstlichen See und dem Hausberg Dajti. In den drei Tagen, die wir in der Hauptstadt verbrachten, erkundeten wir die städtebaulich vielseitige Stadt, besuchten den lokalen Basar, verschiedene Museen und Bars und hatten die Gelegenheit, von Architekturprofessor Arman Vokshi mehr über Tiranas Entstehung und Städtebau zu erfahren.​

Unsere Weiterfahrt nach Bar, einer Küstenstadt in Montenegro, verlief trotz unseres Interesses an Verkehrs(staus) mit einer Verspätung von vier Stunden in einem Bus ohne Klimaanlage dann doch etwas zu langsam. Die folgenden drei Tage konnten wir dafür wieder nutzen, um uns am Strand abzukühlen oder um in Mietautos und auf Wanderungen Montenegros Küstenlandschaft zu entdecken.​

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Schliesslich erreichten wir nach einer spektakulären Eisenbahnfahrt durch Montenegros Gebirge und einer Nacht im Schlafwagen die letzte Destination unserer Reise: Belgrad, die Hauptstadt Serbiens. Nach einem Besuch bei der Schweizer Botschaft und zwei akademischen Inputs zur Transport- und Stadtplanung Belgrads machten wir uns in kleineren Gruppen daran, die Stadt mit dem Gratis-ÖV selbst zu entdecken. Mit einem Mix aus brutalistischer Architektur und unzähligen Cafés, Bars, Restaurants und Technoclubs überzeugte uns die Hauptstadt als ein gelungener letzter Halt auf unserer MasterREISE 2026. Nach dieser Reise übergeben wir unseren Verein an den nächsten Jahrgang und sind gespannt, wohin es die nächste Generation von Verkehrs- und Stadtplaner*innen verschlägt.

 

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Verein Master-REIS

Stefano-Franscini-Platz 5; Postfach 26; ETH Hönggerberg 8049 Zürich

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